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17.10.2018

 

Dr.Kenji Kamino hielt einen Vortrag über das Thema:

 

„JAPANERINNEN – Missverstandene Geschöpfe?

 

Statistiken zeigen, dass es in Japan nur wenige weiblichen Vorstand- sowie Parlamentsmitglieder gibt und dass der soziale Status japanischer Frauen damit relativ niedrig ist.

Aber japanische Frauen spielen seit uralter Zeit unentbehrliche Rollen in der Gesellschaft.

Warum? Weil die japanische Gesellschaft ursprünglich eine Gesellschaft mit „Mütterlinie“ ist.

Die „Mütterlinie“ bezeichnet die Weitergabe und Vererbung von sozialen Eigenschaften und Besitz ausschließlich über die weibliche Linie von Müttern an Töchter.

In der Folgezeit ging die Gesellschaft mit der „Mütterlinie“ zu einer Gesellschaft mit „Väterschaft“ über, in der „Ie“ (= Haus, Familie) das wichtigste Fundament war. In der „Väterschaft“-Gesellschaft kamen neue Aufgaben für Frauen beruhend auf

Rollenverteilung hinzu. Nach der Restauration sowie Öffnung des Landes im 19. Jahrhundert und auch nach dem II. Weltkrieg erlebte Japan westliche Einflüsse, wodurch unvermeidliche Änderungen bezüglich des Status des weiblichen Geschlechts entstanden.

Dennoch sind das Wesen der „Mütterlinie“ sowie die Rollenverteilung in der heutigen Gesellschaft noch vorhanden und im Wesentlichen akzeptiert. Dabei ist es die entscheidende Frage, ob die Japanerinnen heute ein glückliches Leben führen oder nicht.

 

Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich für diesen spannenden und informativen Vortrag. Wir freuen uns schon auf den nächsten Vortrag von Dr. Kenji Kamino.


02.09.2018

 

Am zweiten September sind die DJGen Schleswig-Holstein, Lüneburg und Winsen zusammen nach Scharmbeck gekommen. Die DJG Winsen hatte eingeladen, das Erntefest in Scharmbeck zu besuchen, das über den Kreis als das größte Erntefest Norddeutschlands bekannt ist mit seinen prächtigen ährengeschmückten Umzugswagen.

Nachdem die Gäste empfangen worden waren, folgte eine Stärkung in Kruses Gasthaus. Danach schauten wir uns den Umzug gemeinsam an, um anschließend auf der Festwiese die geschmückten Wagen und das bunte Programm zu sehen.

Während viele der Wagen eine Augenweide waren, wurde der erste Platz, an den Weizennachbau des Lüneburger Stintes vergeben.

 

Allen Teilnehmern hat dieser Tag besonder gut gefallen und es wird gemunkelt, dass dieser schwer zu übertreffen sein wird. Wir bedanken uns für die rege Teilnahme aus Schleswig Holstein und Lüneburg und freuen uns auf das nächste Treffen.

 

 



14.08.2018

 

Herr Noboru Miyazaki, (von 1988 bis 2014 Dozent an der Universität Hamburg, Abteilung Japanologie) hielt am Dienstag den 14. August im Hotel am Schloßplatz (Winsen) einen Vortrag, in dem es um aktuelle Berichte aus der japanischen Politik,Wirtschaft und Gesellschaft ging.

Die Zuhörer erhielten einen interessanten Einblick in die aktuellen Themen Japans und konnten viele Fragen stellen.

 


14.04.2018

 

Kirschblütenfest im Eckermann Park am Samstag 21.April

 

Die Blüten sind z.T. schon aufgegangen. So dass wir gemütlich Sushi essen, klönen, Kirin Bier (vom Fass) und Sake trinken konnten. Wir haben das Treffen sehr genossen. Bei bestem Sonnenschein und netten Leuten endlich: ist ein traditionelles Kirschblütenfest zustande gekommen.

 

Aus das nächste Fest im nächsten Jahr!

 



Schüleraustausch

2015

Schüleraustausch mit Japan - besondere Eindrücke in Fernost

 

Sayonara Winsen – Konnichiwa Japan: Der Schüleraustausch mit Japan des Gymnasiums Winsen ist mittlerweile eine feste Institution. Kürzlich, im November 2015, reisten 15 Schülerinnen und Schüler mit ihrem Schulleiter Stefan Schulz sowie den Lehrerinnen Kerstin Kuhn und Sara Speckjohann nach Japan, um Land und Kultur dieses fernöstlichen Landes kennenzulernen.

 

Initiator für diesen Austausch ist die Deutsch-Japanischen Gesellschaft Winsen (DJG) die seit vielen Jahren enge Kontakte zur japanischen Präfektur Fukui unterhält und pflegt. Zum nunmehr dritten Mal profitierte davon das Gymnasium Winsen, das ihren Schülerinnenund Schülern so eine ganz besondere Form des interkulturellen Austausches bieten konnte.

 

Besondere Unterstützung erfuhren die Winsener Schüler dabei vom Vorsitzenden der DJG, Bodo Beckedorf, der den Schüleraustausch in direkter Absprache mit dem Gouverneur der Präfektur Fukui, Issei Nishikawa, abstimmte und organisierte und von Peter Stein (Vorstandsmitglied der DJG), der Schüler und Lehrer auf ihrer Reise nach Japan begleitete und dort durch seine Kenntnisse von Land und Leuten eine große Hilfe war.

 

Stefan Schulz, Schulleiter am Gymnasium Winsen, will den Kontakt künftig weiter intensivieren. „Der Austausch stellt eine große Chance für die Schülerinnen und Schüler dar. Sie haben die Möglichkeit, ihren Horizont in einem für sie neuen Kulturkreis zu erweitern“, so Schulleiter Schulz.

 

Die Nachfrage bzw. das Interesse an dem Schüleraustausch am Gymnasium Winsen war entsprechend groß, sodass sich die Schülerinnen und Schüler zunächst für die Japan - AG bewerben mussten, um sich dann intensiv inhaltlich auf den Schüleraustausch vorzubereiten.

 

Zur Reise selbst: nach einer 26-stündigen Anreise in die Küstenstadt Tsuruga am Japanischen Meer wurden Schüler und Lehrer aus Winsen in der Partnerschule „Tsuruga Highschool“ ausgesprochen herzlich empfangen. Etwa 500 der 850 Schüler der Highschool warteten in der Sporthalle der Schule neugierig auf die Ankunft der deutschen Gäste. Nach einer kurzen Begrüßungszeremonie wurden alle 15 Schüler jeweils einer japanischen Familie zugeteilt.

 

Als Gäste nahmen damit alle 15 Schüler für 10 Tage unmittelbar am Leben japanischer Familien teil, ein ganz besonderes Erlebnis für alle. Die verbale Verständigung zwischen den deutschen Gästen und den japanischen Gastgebern erfolgte mit der englischen Sprache, übrigens eine sehr gute Gelegenheit für alle Beteiligten, die erlernte Fremdsprache „Englisch“

praxisbezogen anzuwenden.

 

Im Schulalltag waren die Winsener dann vor allem in Englischprojekten gefragte Gesprächspartner. Dazu kam ein Kurs in Kalligrafie, bei dem die Schülerinnen und Schüler die Kunst der japanischen Schriftzeichen erlernten. „Insgesamt waren diejapanischen Schülerinnen und Schüler riesig an uns interessiert.

 

Der intensive Kontakt bot natürlich die Möglichkeit, viel voneinander zu lernen“, zeigten sich die Lehrerinnen Kerstin Kuhn und Sara Speckjohann begeistert über den offenen und herzlichen Umgang miteinander.

 

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Wirtschaftsattache´s der deutschen Botschaft in Japan, der für einen Vortrag zum Thema „Europäische Union“ zur High-School langereist war und sich nach seinem Vortrag vor allen 850 Schülern der Schule (und den 15 Winsener Gästen) anschließend viel Zeit für die Winsener „Delegation“ nahm.

 

Aber auch die nähere Umgebung erkundeten die Winsener Gastschüler. So fanden Ausflüge mit den Gastfamilien statt. Daneben wurden verschiedene Umweltprojekte, ein Teilchenbeschleuniger, aber auch kulturelle Sehenswürdigkeiten wie Tempel oder ShintoSchreine besucht. Einen besonderen Eindruck hinterließ auch die außergewöhnliche Laubfärbung des japanischen Herbstes beim Besuch einer großen Parkanlage.

 

Der Gegenbesuch aus Japan ist für den Herbst nächsten Jahres geplant. Dann heißt es für die japanischen Gastschüler:

 

Auf Wiedersehen Japan – Hallo Winsen.