Schüleraustausch Oktober 2019 in Fukui

 

Partnerschaft zwischen Winsen und Umgebung sowie der Präfektur Fukui wurden weiter vertieft und intensiviert.

 

 

20 Schülerinnen sowie 5 Schüler vom Gymnasium Winsen und den Berufsbildenden Schulen Winsen (BBS) reisten für einen 10-tägigen Aufenthalt in das „Land der aufgehenden Sonne“, begleitet von den Lehrkräften Kerstin Kuhn und Dr. Daniela Glahn (Gymnasium Winsen) sowie Carsten Götze (BBS). Als Vertreter der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Winsen e. V. (DJG), die die Reise plante und organisierte, nahm deren Vorstandsmitglied Peter Stein ebenfalls an der Reise teil. Finanzielle Unterstützung der Reise leisteten der Landkreis Harburg und die Stadt Winsen im Rahmen ihres Partnerschaftsabkommens mit der Präfektur Fukui aus dem Jahr 1999.

 

 

Dieser Schüleraustausch ist Ergebnis einer Absprache aus dem Jahr 2014 zwischen dem damaligen Gouverneur der Präfektur Fukui, Issei Nishikawa und dem Vorsitzenden der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Winsen, Bodo Beckedorf. Im jährlichen Wechsel sollen Schüler aus Winsen Japan bzw. Schüler aus der Präfektur Fukui Deutschland besuchen. Nach 2015 und 2017 erfolgte jetzt schon die dritte Reise einer Winsener Schülergruppe in die Präfektur Fukui, zweimal waren Schüler aus Japan bisher zu Gast in Winsen.

 

 

Die zwischen 14 und 17 Jahre alten Schülerinnen und Schüler starteten am 23. Oktober den Flug von Hamburg über Frankfurt nach Nagoya (Japan). Nach einer Gesamtreisezeit von etwa 18 Stunden war das Ziel, die Präfektur Fukui, erreicht. Hier teilte sich die Reisegruppe. 10 Schülerinnen und 5 Schüler wurden in der Stadt Tsuruga aufgenommen, für 10 Schülerinnen erfolgte dieses in der ca. 50 km entfernt liegenden Stadt Fukui. Mit gespannter Erwartung begrüßten die beiden am Schüleraustausch beteiligten Schulen (Tsuruga Senior High School bzw. Usui Senior High School in Fukui) ausgesprochen herzlich ihre Gäste aus dem fernen Deutschland.

 

 

Neben der Teilnahme am Schulunterricht war wieder einmal das Wohnen und Leben in japanischen Familien für die Gäste aus Deutschland ein ganz besonderes Erlebnis. Ungewohnte, aber übliche japanische Lebensgewohnheiten wurden schnell erlernt. Ob Benutzung von Bad und Toilette, Körperpflege oder auch mit Stäbchen essen, vieles war doch ein wenig anders als zu Hause. Die Gastgeber haben aber großzügig über „Anfangsfehler“ der deutschen Gäste hinweggesehen. Gemeinsame Sprache von Gastgebern und Gästen war die Sprache Englisch, für alle eine gute Gelegenheit die Sprachkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.

 

 

Auch die Teilnahme am täglichen Schulbetrieb brachte viele neue Eindrücke für die Gäste aus Deutschland. Vieles unterscheidet sich von dem was hierzulande üblich ist: z. B. Ganztagsschule von 07.30 Uhr bis nach 18.00 Uhr, Schule an 6 Wochentagen. Sport und andere Aktivitäten wie z. B. Musik oder Kunst werden in der Schule unter Anleitung der Lehrkräfte betrieben bzw. erlernt. Auffällige Unterschiede zu Deutschland sind z. B. auch die Schuluniform, innerhalb der Schulgebäude sind grundsätzlich Hausschuhe zu tragen und die tägliche Schulreinigung erfolgt durch die Schülerinnen und Schüler der Schule.

 

 

„Sayonara“ oder: nach aufregenden Tagen hieß es Abschied nehmen. Dieses fiel allen sichtlich schwer, wurden doch Freundschaften geschlossen und vieles gemeinsam in der (knappen) Freizeit unternommen. Der Besuch Japans endete am Ausgangspunkt: der Millionenmetropole Nagoya (2,5 Mio Einwohner). Alle Reiseteilnehmer hatten die Gelegenheit das pulsierende Leben einer asiatischen – hier japanischen – Großstadt zu erleben. Zum Abschluss ein weiterer Höhepunkt für die deutschen Besucher Japans. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die DJG freuen sich jetzt auf den Gegenbesuch aus Japan im kommenden Jahr.

 


2019

 

Im Winsener Anzeiger, am Mittwoch 13.2. 19,

ein Artikel über eine Aktivität der Schüler in der BBS. 



2015

Schüleraustausch mit Japan - besondere Eindrücke in Fernost

 

Sayonara Winsen – Konnichiwa Japan: Der Schüleraustausch mit Japan des Gymnasiums Winsen ist mittlerweile eine feste Institution. Kürzlich, im November 2015, reisten 15 Schülerinnen und Schüler mit ihrem Schulleiter Stefan Schulz sowie den Lehrerinnen Kerstin Kuhn und Sara Speckjohann nach Japan, um Land und Kultur dieses fernöstlichen Landes kennenzulernen.

 

Initiator für diesen Austausch ist die Deutsch-Japanischen Gesellschaft Winsen (DJG) die seit vielen Jahren enge Kontakte zur japanischen Präfektur Fukui unterhält und pflegt. Zum nunmehr dritten Mal profitierte davon das Gymnasium Winsen, das ihren Schülerinnenund Schülern so eine ganz besondere Form des interkulturellen Austausches bieten konnte.

 

Besondere Unterstützung erfuhren die Winsener Schüler dabei vom Vorsitzenden der DJG, Bodo Beckedorf, der den Schüleraustausch in direkter Absprache mit dem Gouverneur der Präfektur Fukui, Issei Nishikawa, abstimmte und organisierte und von Peter Stein (Vorstandsmitglied der DJG), der Schüler und Lehrer auf ihrer Reise nach Japan begleitete und dort durch seine Kenntnisse von Land und Leuten eine große Hilfe war.

 

Stefan Schulz, Schulleiter am Gymnasium Winsen, will den Kontakt künftig weiter intensivieren. „Der Austausch stellt eine große Chance für die Schülerinnen und Schüler dar. Sie haben die Möglichkeit, ihren Horizont in einem für sie neuen Kulturkreis zu erweitern“, so Schulleiter Schulz.

 

Die Nachfrage bzw. das Interesse an dem Schüleraustausch am Gymnasium Winsen war entsprechend groß, sodass sich die Schülerinnen und Schüler zunächst für die Japan - AG bewerben mussten, um sich dann intensiv inhaltlich auf den Schüleraustausch vorzubereiten.

 

Zur Reise selbst: nach einer 26-stündigen Anreise in die Küstenstadt Tsuruga am Japanischen Meer wurden Schüler und Lehrer aus Winsen in der Partnerschule „Tsuruga Highschool“ ausgesprochen herzlich empfangen. Etwa 500 der 850 Schüler der Highschool warteten in der Sporthalle der Schule neugierig auf die Ankunft der deutschen Gäste. Nach einer kurzen Begrüßungszeremonie wurden alle 15 Schüler jeweils einer japanischen Familie zugeteilt.

 

Als Gäste nahmen damit alle 15 Schüler für 10 Tage unmittelbar am Leben japanischer Familien teil, ein ganz besonderes Erlebnis für alle. Die verbale Verständigung zwischen den deutschen Gästen und den japanischen Gastgebern erfolgte mit der englischen Sprache, übrigens eine sehr gute Gelegenheit für alle Beteiligten, die erlernte Fremdsprache „Englisch“

praxisbezogen anzuwenden.

 

Im Schulalltag waren die Winsener dann vor allem in Englischprojekten gefragte Gesprächspartner. Dazu kam ein Kurs in Kalligrafie, bei dem die Schülerinnen und Schüler die Kunst der japanischen Schriftzeichen erlernten. „Insgesamt waren diejapanischen Schülerinnen und Schüler riesig an uns interessiert.

 

Der intensive Kontakt bot natürlich die Möglichkeit, viel voneinander zu lernen“, zeigten sich die Lehrerinnen Kerstin Kuhn und Sara Speckjohann begeistert über den offenen und herzlichen Umgang miteinander.

 

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Wirtschaftsattache´s der deutschen Botschaft in Japan, der für einen Vortrag zum Thema „Europäische Union“ zur High-School langereist war und sich nach seinem Vortrag vor allen 850 Schülern der Schule (und den 15 Winsener Gästen) anschließend viel Zeit für die Winsener „Delegation“ nahm.

 

Aber auch die nähere Umgebung erkundeten die Winsener Gastschüler. So fanden Ausflüge mit den Gastfamilien statt. Daneben wurden verschiedene Umweltprojekte, ein Teilchenbeschleuniger, aber auch kulturelle Sehenswürdigkeiten wie Tempel oder ShintoSchreine besucht. Einen besonderen Eindruck hinterließ auch die außergewöhnliche Laubfärbung des japanischen Herbstes beim Besuch einer großen Parkanlage.

 

Der Gegenbesuch aus Japan ist für den Herbst nächsten Jahres geplant. Dann heißt es für die japanischen Gastschüler:

 

Auf Wiedersehen Japan – Hallo Winsen.